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Studie des Monats (05.2022)

Stimme aus dem Studienteam:

Dr. Philipp Ivanyi, Hannover

„Metaanalysen zeigen, dass die VEGF-R-Tyrosinkinase-Inhibition (TKI) mit einer substanz-spezifischen erhöhte Morbidität und Morbidität einhergeht.
PrePare untersucht den Effekt des proaktiven Coachings bei mNZK Patienten:innen unter dem TKI Sunitinib sowie zweier IO-TKI Kombinationen (Axi/Pem u. Axi/Ave).
In anderen Konstellationen konnte proaktives Coaching bereits relevante positive Effekte auf onkologische Ergebnisse nachweisen. Vor diesem Hintergrund ist proaktives Choaching insbesondere bei der chronischen TKI-Therapieexposition höchst interessant. Die Frage und Relevanz dieser Studie ist aktueller denn je, dies für die Entwicklung im Feld und v.a. für unsere Patient:innen. Sie hat das Potential gemeinsam aus Deutschland wichtige Daten mit hohem Impact für das Feld zu generieren, damit für den akademischen Forschungsstandort Deutschland ein wichtiges Signal zu senden, aber insbesondere antizipiere ich eine hohe Relevanz für unsere Patient:innen.
Kontaktieren Sie noch heute ein Studienzentrum!“



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Studie des Monats (04.2022)

Stimme aus dem Studienteam:

Dr. Eva Hellmis, Duisburg

„Zwei Dinge gefallen mir besonders an der Thor-2 Studie:

1. Die Therapie erfolgt nach Mutationsnachweis am FGFR Rezeptor, ist also biomarkergetrieben und versucht den Tumor über eine personalisierte Strategie zu behandlen. Wir kommen weg von „one size fits all“.

2. Das patientenrelevante Outcome: Bei Patienten, bei denen die leitliniengerechte Behandlung mit BCG versagt hat und denen die Progression und damit auch Zystektomie mit allen Konsequenzen droht, wird hier angestrebt, mit einer oralen Therapioption und damit weitgehendem Erhalt der Lebensqualität zu behandeln und die Blase zu erhalten.“



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Studie des Monats (03.2022)

Stimme aus dem Studienteam:

Dr. Jörg Klier, Köln

„Für Patienten mit einem lokalen Hochrisiko- oder einem lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom nach den d‘Amico-Kriterien, stellt die radikale Prostatektomie eine leitlinienkonforme Therapie da. Daten zu einer neoadjuvanten oder adjuvanten medikamentösen Therapie sind nach wie vor kontrovers diskutiert. Klare einheitliche Empfehlungen zu einer medikamentösen Therapie, als auch zur Dauer dieser Behandlung bestehen noch nicht. Als Therapieoption stehen uns entweder GnRH-Analoga oder Antagonisten zur Verfügung. Alle stellen eine Kastration unserer Patienten mit den allgemein bekannten negativen Nebenwirkungen da. In dieser Studie wären wir erstmalig in der Lage nur den Androgenrezeptor der Prostatakrebszelle zu blockieren, ohne den Patienten kastrieren zu müssen. Ich denke, dass dieses Konzept eine Bereicherung in der Therapiesequenz unserer Patienten darstellt unter Erhalt einer guten Lebensqualität bei gleichzeitiger Therapiesicherheit, weshalb ich dies unseren Patienten in einer solchen Behandlungssituation die ADAM-Studie gut empfehlen kann.“



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Studie des Monats (02.2022)

Stimme aus dem Studienteam:

Katrina Meumann, Freiburg

„Die Studie KEYNOTE-B15 / EV-304 ist eine randomisierte, offene Phase-3-Studie zur Bewertung der perioperativen Enfortumab Vedotin- plus Pembrolizumab (MK-3475)-Gabe im Vergleich zu neoadjuvantem Gemcitabin und Cisplatin bei Teilnehmern mit muskelinvasivem Blasenkrebs, die für Cisplatin in Frage kommen.

Es ist die Möglichkeit, eine perioperative Antikörpertherapie gegenüber einer neoadjuvanten Therapie mit Gemcitabin/Cisplatin zu bekommen.

Die Rekrutierung ist offen. Die Studienteilnehmer werden engmaschig von erfahrenen Study Nurses begleitet und unterstützt.

Eine Kontaktaufnahme ist jederzeit über unsere Internetseite (https://www.uniklinik-freiburg.de/urologie.html) möglich.“

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Studie des Monats (01.2022)

Stimme aus dem Studienteam:

Tanja Läufer, Aachen

„Die Studie „PeRiOperative Treatment with Erleada United with Surgery (PROTEUS)“ ist eine verblindete Phase 3 Studie und bietet den Patienten mit high-risk Prostatakarzinom die Möglichkeit der perioperativen Therapie. Sie erhalten 6 Monate lang ADT + Apalutamid / Placebo gefolgt von der Prostatektomie und weiteren 6 Monaten ADT + Apalutamid / Placebo. Apalutamid ist ein selektiver Androgenrezeptor Inhibitor, der direkt an die ligandenbindende Domäne des AR bindet. Die ADT darf nach Standard am Zentrum verordnet werden. Gerade bei den high-risk Patienten erscheint eine solche Kombinationstherapie sinnvoll und in der Lage, auch für die neoadjuvante Therapie beim Prostatakarzinom Effektivitätsdaten zu liefern.

Bei Interesse an dieser Studie nehmen Sie gerne Kontakt über das Studiensekretariat der Klinik für Urologie am UK Aachen auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen.“

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Studie des Monats (12.2021)

Stimme aus dem Studienteam:

Dr. med. Florian Roghmann, Herne

„Für Patienten mit muskelinvasivem Harnblasentumor, die nicht für eine Cisplatintherapie geeignet sind, gibt es keine etablierte neoadjuvante Therapieoption vor radikaler Zystektomie. Eine neoadjuvante immunonkologische Behandlung könnte in dieser Patientengruppe ein Zugewinn sein. In der Studie wird nicht nur die Monotherapie mit Nivoloumab, sondern auch die Kombination von Nivolumab mit Bempegaldesleukin (NKTR-214) im Vergleich zur direkten Operation überprüft. Die Studienrationale ist, durch die Kombination mit NKTR-214, einem Interleukin2-Stoffwechselagonisten, eine Proliferation von Tumor-infiltrierenden-Lymphozyten (TILs) zu bewirken und somit die Effektivität von Nivolumab zu erhöhen.“

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Studie des Monats (11.2021)

Stimme aus dem Studienteam:

Jonas Lewerich, München

„Im Rahmen der RACE-IT Studie können wir Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Harnblasenkarzinom eine neoadjuvante Strahlentherapie in Kombination mit dem PD-1 Inhibitor Nivolumab anbieten. Im Anschluss erfolgt dann die radikale Blasenentfernung mit standardisierter Lymphadenektomie.
Die neoadjuvante Radioimmuntherapie stellt eine vielversprechende, innovative Therapieoption beim Harnblasenkarzinom dar, da es vermutlich zu synergistischen Effekten zwischen Immuntherapie und Strahlentherapie kommt. Zudem ist diese Therapie auch für Patienten mit Kontraindikationen für eine Chemotherapie (wie Niereninsuffizienz) zugänglich.

Die Studie rekrutiert aktuell, eine Kontaktaufnahme ist über unser Team (Studienleitung: PD Dr. Sebastian C. Schmid) an der Klinik für Urologie der Technischen Universität München jederzeit möglich. “

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Studie des Monats (10.2021)

Stimme aus dem Studienteam:

Dr. Severine Banek, Frankfurt

„Mittlerweile hat sich beim fortgeschrittenem bzw. metastasiertem Nierenzellkarzinom der Einsatz einer Immuntherapie in Kombination in der Erstlinientherapie fest als Standard etabliert.
Mit der Verlagerung auf Immuntherapie-Kombinationen, die zunehmend in der Erstlinienbehandlung eingesetzt werden, gibt es keine abgeschlossenen Phase-III-Studien in der Post-Immuntherapie mit erneuter Immuntherapie für das Nierenzellkarzinom.
Es ist daher spannend, Patienten in der CONTACT-03-Studie als Zweit- oder Drittlinientherapie eine erneute Immuntherapie, allerdings mit nunmehr einem PD-L1-Inhibitor in Kombination mit einem Multikinase-Inhibtor, anbieten zu können. Atezolizumab ist ein humanisierter Monoklonaler Antikörper der Klasse IgG1κ gegen PD-L1 – damit besteht ein anderes Hemmziel als bei den bisherigen zumeist verwendeten Checkpoint-Inhibitoren in der NCC-Therapie.“

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Studie des Monats (09.2021)

Stimme aus dem Studienteam:

Prof. Dr. Christian Wülfing, Hamburg

„Wir alle kennen diese Fälle, wo Patienten mit einem high-risk Nierentumor operiert werden und wir uns fragen, ob man da nicht doch eine adjuvante Therapie erwägen müsste…da diese Frage trotz vieler Studien noch nicht klar beantwortet ist, bin ich froh, unseren Patienten die Studie „AN 44/77 – CheckMate-914“ anbieten zu können, bei der in genau diesem Setting Nivolumab gegen Placebo getestet wird.“

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