Alle Mitteilungen und News

  Stellungnahme von IAG-N, AIO und AUO
 
 
IAG-N, AIO und AUO haben eine gemeinsame Stellungnahme zur adjuvanten Therapie des Nierenzellkarzinoms entwickelt.
Klicken Sie bitte hier, um die Stellungnahme zu öffnen.

H. Rexer 17.03.2017
 
 
  ASCO-Expertenrunden online
 
 
Melden Sie sich als Mitglied mit Ihrem Passwort an und sehen Sie Videos der Expertenrunden zum diesjährigen ASCO.
H. Rexer 24.08.2016
 
 
  Interdisziplinäre Hodentumorgruppe
 
 
Klicken Sie hier, um zur Homepage der interdisziplinären Hodentumorgruppe zu gelangen: www.hodenkrebs.de
H. Rexer 06.02.2008
 
 
  Stellungnahme der AUO
 
 
Die jetzt veröffentlichte Studie wurde vor Studienbeginn bei der AUO zur Begutachtung eingereicht, jedoch nach eingehender Prüfung von der AUO abgelehnt. Lesen Sie hier eine Stellungnahme der AUO zu den Ablehnungsgründen und der jetzigen Publikation.

Klicken Sie bitte hier, um die Stellungnahme zu öffnen.

HgRx 07.03.2004
 
 
  TIN-Diagnostik mit Doppelbiopsie
 
 
Eine erste Zwischenauswertung der TIN-2-Studie (AH 07/00) wurde auf dem DGU-Kongreß in Hamburg vorgestellt. Hier die wichtigsten vorläufigen Endergebnisse in Kürze:
Von 2428 Patienten hatten 122 eine kontralaterale TIN, dies entspricht einer TIN-Prävalenz von 5,01 %.
83 Patienten (3,41 %) hatten TIN in beiden Biopsien. Einen positiven Befund in nur einer der beiden Biopsien hatten 39 Patienten (1,6 %). Das bedeutet, dass in ca. einem Drittel aller TIN-positiven Patienten nur eine von beiden Biopsien positiv ist. Falls man nur eine Biopsie insgesamt durchführen würde, wäre eine hohe falsch-negative Rate zu erwarten. Damit steht das wichtigste Ergebnis dieser multizentrischen Studie fest:

Zwei Biopsien sind erheblich sicherer als eine!

Die neue Standardmethode zur TIN-Diagnostik ist daher die Doppelbiopsie!
Weitere Ergebnisse der TIN-2-Studie:
TIN befällt häufiger die jungen Männer. Das Alter der TIN-Positiven liegt bei 32,5 Jahren, während die TIN-negativen Patienten ein Durchschnittsalter von 36,2 Jahren aufweisen (signifikant p<0,05).
Eine Hodenatrophie findet sich bei 34 % aller TIN-positiven Patienten; das ist deutlich mehr als bei den TIN-negativen Patienten. Die kleinen, atrophischen Hoden sind also immer verdächtig! TIN fand sich gleich häufig bei Seminomen und bei Nichtseminomen.
Die Gesamtrate an Komplikationen betrug 2,8 %, wobei insgesamt 1785 Patienten ausgewertet werden konnten. Die überwiegende Mehrzahl dieser Komplikationen waren konservativ beherrschbare oberflächliche Wundreizungen. Kein einziger Hoden musste als Folge der Biopsie entfernt werden.

Soweit die vorläufige Endauswertung. Eine gründliche Auswertung ist zur Zeit noch in Arbeit. Echte Endergebnisse werden gegen Ende 2003 erwartet, die Publikation der Ergebnisse ist für das Jahr 2004 geplant.

HgRx 12.11.2003
 
 
  Konsequenz auf AB 22/00 aus Lancet-Artikel
 
 
Der genannte Artikel zeigt auf, dass Patienten, für welche die
Cisplatin-Therapie sinnvoll erscheint, nicht weiter in unsere StudieAB 22/00
eingeschlossen werden sollten.
Daraus ergibt sich zwingend die
Notwendigkeit, sämtliche Patienten, welche nicht für Cisplatin-Therapie
geeignet sind, konsequent in die Studie einzubringen. Wir möchten Sie
hiermit aufrufen, uns solche Patienten zu melden und somit aktiv den
Fortgang der Studie zu unterstützen!
Um den Lancet-Artikel downzuloaden,
klicken Sie bitte auf Artikel.

HgRx 08.08.2003
 
 
  Off-Label-Use
 
 
Beiliegendes Formular kann für den Einsatz von Medikamenten im Off-Label-Use Verwendung finden. Klicken Sie auf die Formulardatei um den Download zu starten.
HgRx 25.07.2003
 
 
  Stellungnahme zu Positionspapier der DGHO
 
 
Die Zusammfassung des Papiers können wir unterstützen. Hier werden interdisziplinäre Kompetenzzentren für maligne Erkrankungen gefordert, die eine Versorgung Krebskranker auf höchstem, Evidenz basierten Niveau gewährleistet. Dass die internistischen Onkologen in solchen Tumorzentren (die bisher an wenigen Stellen optimal verwirklicht sind) eine zentrale Rolle spielen wird nicht in Frage gestellt.

Die vorherigen Abschnitte, die die Rolle der internistischen Onkologe im Management Tumorkranker beschreiben, müssen leider (wie schon bei ähnlichen früheren Positionspapieren) in die Rubrik "polemische Lobbyarbeit" eingereiht werden:

Das Problem des "nebenher" Behandelns gilt für die "Organspezialisten" ebenso wie für die "Rundumonkologen": möglichweise behandeln beide z.B. das Prostatakarzinom "nebenher": die einen neben zahllosen anderen malignen Erkrankungen, die anderen neben anderen urologischen Erkrankungen. Subspezialisierung führt zur Kompetenz. Das gilt für beide Seiten.

Die Onkologen argumentieren weiterhin mit der zunehmenden Komplexität der systemischen Therapie. Auch dieses Argument richtet sich gegen sie selbst: auch wenn es kleinste gemeinsame Nenner für Tumorerkrankungen gibt, so ist Tumor eben nicht gleich Tumor. Je komplexer die Behandlung wird, desto weniger ist zu erwarten, dass eine Disziplin sämtliche malignen Erkrankungen in ihrer kompletten Tiefe übersieht. Dies gilt auch deswegen, weil - durch neue Erkenntnisse - die Krankheitszusammenhänge ebenso an Komplexität zunehmen wie die Behandlungsmöglichkeiten.

Wir freuen uns, wenn wir uns auf der Ebene der interdisziplinären Kooperation (wie beim Hodentumor, jetzt kürzlich beim Nierenzellkarzinom und beim Prostatakarzinom mit den Radioonkologen) wiedersehen. Der aus dem Papier herauszulesende "Alleinvertretungsanspruch" der internistischen Onkologen beim Management Tumorkranker ist für solche positiven Entwicklungen wenig förderlich.


Prof. Dr. Kurt Miller
Sprecher der AUO

HgRx 23.04.2003
 
 
  Positionspapier der DGHO
 
 
Zur zukünftigen Struktur der Versorgung von Krebskranken in Deutschland – die Sicht der Internistischen Onkologie –
Krebs ist eine Volkskrankheit, deren Bedeutung gerade mit den verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten auch zahlenmäßig ständig zunimmt. Die inzwischen im Millionenbereich anzusiedelnden chronisch Krebskranken haben Bedürfnis nach und Anspruch auf höchste Kompetenz bei der Betreuung ihrer malignen Erkrankung.
Bei der Diagnose Krebs ist überwiegend von einer chronischen Erkrankung auszugehen, so dass selbst bei primär kurativ behandelten Patienten eine Langzeitbetreuung unabdingbar ist. Da die Krebskrankheit nur in seltenen Fällen auf ein Organ beschränkt bleibt, ist Interdisziplinarität gefordert. Krebs ist zudem eine Erkrankung, welche Körper und Seele gleichermaßen berührt und zweifelsohne eine ganzheitliche Betreuung erfordert.
Der internistische Onkologe ist spezialisiert und ausschließlich d.h. hauptamtlich tätig in der kontinuierlichen diagnostischen und therapeutischen Führung des tumorkranken Patienten. Er besitzt eine zentrale Rolle bei der Erstellung und Realisierung des Therapiekonzepts zu Beginn der Erkrankung sowie bei der interdisziplinären Betreuung des Patienten während des weiteren Verlaufs. Auf Grund seiner umfangreichen Weiterbildung einmal in Innerer Medizin, zum anderen aber auch in der interdisziplinären Betreuung Krebskranker ist er verantwortlicher erster Ansprechpartner für den Tumorkranken, wenn es um die Koordination diagnostischer Maßnahmen und stadiengerechter therapeutischer Schritte geht. Dabei müssen die Therapiekonzepte der Kenntnis Rechnung tragen, dass die Tumorkrankheit in der überwiegenden Zahl der Fälle als systemische Krankheit anzusehen ist und bei den meisten Patienten zu einem bestimmten Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs eine systemische Tumortherapie notwendig macht.
Diese medikamentöse Krebsbehandlung, die zu den Haupttätigkeitsmerkmalen des internistischen Onkologen zählt, ist inzwischen äußerst kompliziert geworden, nachdem immer mehr sowohl zytotoxische als auch selektiv wirkende, zytostatische Substanzen sowie verschiedenste immuntherapeutische Ansätze zur Verfügung stehen. Dabei ist neben der zunehmenden Komplexität der medikamentösen Tumortherapie auch dem enormen Kostenproblem Rechnung zu tragen. Es erscheint undenkbar, dass in Anbetracht der derzeitigen und auch zukünftigen finanziellen Restriktionen im Gesundheitssektor eine eingreifende und zunehmend individualisierende Systemtherapie maligner Erkrankungen durch Ärzte erfolgen kann, welche Tumortherapie „lediglich nebenher“, das heißt nach verantwortlichen operativen oder anderen Tätigkeiten, zu leisten im Stande sind. Es ist daraus zu folgern, dass systemische Tumortherapie zukünftig vor allem in die Verantwortung der dafür ausgebildeten und kompetenten hauptamtlichen internistischen Onkologen gelangen muss.
Interdisziplinarität muss organisiert werden. Nicht nur im Sinne der Qualitätssicherung, sondern auch im Sinne der diagnostischen und therapeutischen Ökonomisierung sind vielerorts Strukturveränderungen notwendig. Dabei wird seitens der Internistischen Onkologie vorgeschlagen, interdisziplinäre Zentren für Medizinische Onkologie zu errichten, welche bestimmten Anforderungen hinsichtlich der onkologischen Kompetenzen und Qualität, aber auch hinsichtlich der personellen und räumlichen Struktur genügen müssen. Diese zentralen Strukturen werden sowohl in Universitätskliniken („Academic Cancer Center“) als auch in Krankenhäusern mit onkologischem Schwerpunkt („Community Cancer Center“) vorgehalten. Vergleichbare interdisziplinäre Zentren für Medizinische Onkologie können auch in onkologischen Schwerpunkt-Praxen realisiert werden.
Die vor allem die klinische Versorgung betreffenden Grundvoraussetzungen sollten sich in diesen verschiedenen onkologischen Versorgungsstrukturen nicht unterscheiden. Insbesondere sollten die elementaren Qualitätsmerkmale einer hämatologisch-onkologischen Abteilung, wie sie die GDHO unlängst formuliert hat (vgl. Anlage), in solchen zentralen Strukturen realisiert sein. Ärzte aus allen mit Tumorerkrankungen befassten Disziplinen müssen hierbei Zugang haben, beispielsweise auch um sicherzustellen, dass perioperative Therapieformen bzw. entsprechende Verbundstudien aus den sogenannten Organfächern nicht behindert werden.
Gemeinsame Merkmale eines effektiven Tumorzentrums sind besonders:
1. eine Routinemäßig an evidenzbasierten Standards ausgerichtete Versorgung Krebskranker
2. die Durchführung multidisziplinärer klinischer Programme für die verschiedensten Tumorentitäten
3. einen nachweisbaren Verbund zwischen daignostischer, interventioneller und strahlentherapeutischer Radiologie, verschiedensten operativen Abteilungen, Pathologie und internistischer Onkologie
4. nachweislich aktive Tumorkonferenzen
5. Aktivitäten im Gesamtspektrum der Krebskrankheit von der Präventionsberatung bis zur palliativen Therapie
6. Transparenz der interdisziplinären Programme für jeden Beteiligten sowie Möglichkeit zur interprofessionellen Kritik und schließlich
7. erkennbare gemeinsame Bemühungen zur regionalen Verbesserung der Ergebnisse moderner Tumoerbehandlung.
Wir möchten zusammenfassen:
Die Betreuung von Krebskranken ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Tumorkranke haben den Anspruch auf eine ganzheitliche Versorgung durch hauptamtlich tätige Fachleute. Hieraus folgt die Forderung nach der Etablierung von interdiszioplinären Zentren für medizinische Onkologie. In diesen Zentren erfolgt die Versorgung von Krebskranken evidenzbasiert auf dem qualitativ höchsten Standard. Die internistische Onkologie ist ihrem Wesen, ihrere Entwicklung und ihrem Kenntnisstand nach zentraler und unverzichtbarere Bestandteil solcher Zentren für medizinische Onkologie.
Mathias Freund Klaus Höffken
Dieter Hossfeld Norbert Niederle
Friedrich Overkamp Stephan Schmitz
Hans-Joachim Schmoll Siegfried Seeber

HgRx 23.04.2003